KROKSTADELVA, 17. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – Bei einem verheerenden Brand in Norwegen wurden in der Stadt Krokstadelva, gelegen in der Gemeinde Drammen, mehr als 100 Häuser in einer Reihenhaussiedlung zerstört. Starke Winde fachten das Feuer am Freitag derart an, dass sich die Flammen rasend schnell von einem Gebäude zum nächsten ausbreiten konnten und schließlich auch auf das umliegende Waldgebiet übergriffen.
Die Behörden reagierten mit einem massiven Aufgebot, um den Brand in Norwegen unter Kontrolle zu bringen. Über 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Unterstützung durch den Katastrophenschutz arbeiteten vor Ort, während sechs Löschhubschrauber aus der Luft gegen die Flammen vorgingen. Über der gesamten Region westlich von Oslo war eine massive, schwarze Rauchsäule zu sehen, die kilometerweit sichtbar war.
Die Rettungskräfte standen bei der Bekämpfung der Flammen vor großen Herausforderungen. Neben den schwierigen Windverhältnissen bereiteten kritische Probleme bei der Wasserversorgung den Einsatzkräften erhebliche Schwierigkeiten, als sie versuchten, ihre Schläuche für einen wirksamen Löschangriff anzuschließen. Um den Helikoptern einen sicheren Einsatz bei niedriger Flughöhe zu ermöglichen, richteten die Luftfahrtbehörden über dem betroffenen Gebiet eine strikte Flugverbotszone ein.
Trotz der Zerstörung von über 100 Häusern gibt es bislang keine Berichte über zivile Todesopfer oder vermisste Personen. Die Polizei in Krokstadelva räumte jedoch ein, dass noch keine hundertprozentige Bestätigung für alle zerstörten Strukturen vorliegt, da das Gebiet aufgrund der anhaltenden Gefahr schwer zugänglich bleibt. Ein Feuerwehrmann erlitt bei dem Einsatz leichte Verletzungen und wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Aufgrund der Ausbreitung des Feuers in Richtung der angrenzenden Waldflächen wurden hunderte Anwohner evakuiert und in Notunterkünfte gebracht. Die Polizei bezeichnete die Situation als eine absolute Katastrophe, da die Reihenbauweise der Siedlung ein Übergreifen der Flammen massiv begünstigte. Viele Bewohner stehen nun vor dem Nichts und wurden in kommunalen Empfangszentren versorgt.
Die Fassungslosigkeit über das Ausmaß der Zerstörung ist groß. Eine Überlebende schilderte die Situation gegenüber dem norwegischen Sender VG mit drastischen Worten:
„Alles ist weg. Es sieht aus wie eine Geisterstadt.“
Diese Aussage unterstreicht die Schwere, mit der dieser Brand in Norwegen die lokale Gemeinschaft getroffen hat.
Während die Löscharbeiten und die Sicherung der Umgebung andauern, bleibt die Ursache des Feuers weiterhin völlig ungeklärt. Ermittler der Polizei konnten noch keine Angaben dazu machen, wo oder wie das Feuer seinen Anfang nahm. Priorität hat aktuell weiterhin die vollständige Eindämmung der Glutnester im Wald und die Sicherstellung, dass keine weiteren Personen gefährdet sind.
Die Behörden in der Region Drammen arbeiten unter Hochdruck daran, die Abläufe des Unglücks zu rekonstruieren. Unterstützt werden sie dabei von Kräften des Zivilschutzes, die beim Schutz der verbliebenen Infrastruktur helfen. Auch Tage nach Ausbruch des Feuers bleibt die Lage in Krokstadelva angespannt, da die Brandermittlungen erst beginnen können, wenn die Sicherheit der Einsatzkräfte in der Ruinenlandschaft gewährleistet ist.



























